Outdoor-Radio Soundmaster DAB80 „optimiert“

Im Außenbereich, beim Handwerken (oder auch beim Campen am Zelt oder Strand) wünscht man sich öfters mal Musikuntermalung.
Klar geht das auch mit Handy und einem BT-Lautsprecher, aber letztlich siegt bei vielen doch die Bequemlichkeit und verzichtet ganz auf Musik, wenn keine feste Anlage an der Örtlichkeit zur Verfügung steht.

Hier kommt das als „Baustellenradio“ bezeichnete DAB80 Radio von Soundmaster in’s Spiel.
Einfach hinstellen und einschalten, ohne Stromkabel oder Handy-koppeln !
Gibt es bei verschiedenen Händlern und auch bei Amazon (Werbung).


Es handelt sich um ein robustes, netzunabhängiges und outdoor geeignetes mobiles Radio.
Neben digitalem DAB und FM -Empfang verfügt es auch über BT und eine 3.5mm Audio-in-Buchse für externe Ton-Quellen.
Lautstärke (inklusive Bass) und Klang finde ich für den Preis (ca. 85€) sehr gut.
Ein 2000mA Akku (7.2V) ist verbaut, was für bis zu 3 Tage netzunabhängigen Betrieb ausreichend ist.
Praktisches Ergänzung sind die sechs verbauten, hellen LED’s, welche sich auch noch in der Ausrichtung drehen lassen. Für kleine Ausleuchtungen im 2m Umkreis ausreichend.

– DAB+ / UKW RDS-Handwerkerradio
– Festsenderspeicher 30 x DAB+ / 30 x UKW
– Bluetooth® V5.0
– Freisprechfunktion für Handy
– Geschütztes Ablagefach mit AUX-In Anschluss für ein Handy
– Einstellbarer Equalizer, plus 5 vorprogrammierte Klangeinstellungen
– IP44 Spritzwasser- und Staubgeschütztes extrem stabiles Kunststoffgehäuse
– Kurzzeit Wecker
– Eingebauter Li-Ion Akku 7,4V / 2000mAh
– Integrierte, verstellbare LED-Arbeitsplatzbeleuchtung
– Ausgangsleistung 5 Watt RMS
– Abmessungen: 28cm x 23cm x 18cm (b * h * t)



Ich möchte aber hier nicht weiter auf das Gerät selbst eingehen, sondern die zwei Dinge aufzeigen, die mich etwas gestört haben und zeigen, wie ich dies für mich gelöst habe.


Mod1: Umbau auf flexible DAB/UKW Antenne

Mir ist etwas unklar, warum ein Hersteller bei einem in erster Linie als „Baustellenradio“ (also Outdoor Einsatz) vertriebenem Gerät die (aufschraubbare) Antenne nicht flexibler ausführt. Beim Transport des Radios oder beim anstoßen mit einem Gegenstand an die Antenne besteht so die große Gefahr, die Antenne im Bereich der Schraubverbindung irreparabel abzubrechen!
Im original wird

Meine Lösung:
Im Schraubenbereich der Antenne eine in meiner Werkstatt gefundene Feder aufgedreht, unten in die Feder eine abgesägte M4 Schraube (l=20mm) reingedreht. Am Ende noch etwas Schrumpfschlauch zwischen Antennenbereich und Feder für die bessere Optik drüber, fertig.
Nun verfügt das Radio über eine „standesgemäße“, nicht abbrechende da flexible Antenne.

Antenne mit aufgeschraubter Feder + Schraubenstück
Montierte Antenne mit Feder
Knicktest: Erfolgreich

Mod 2: Einbau USB-C Ladebuchse/Step-Up Wandler

Standard USB-C Buchse mit Ladestecker

Auch etwas unzeitgemäß empfinde ich die genutzte Auflademöglichkeit über ein proprietäres 9V Netzteil mit 5.3mm Hohlstecker.
Micro-USb (und mittlerweile) USB-C haben sich ja durchgesetzt … daher:

Meine Lösung:
Einbau einer USB-C Ladebuchse und eines (notwendigen) Step-Up Modules

Praktischerweise verfügt das Radio auf der Rückseite über ein aufklappbares Staufach (z.B. um eine Handy reinzulegen; ca. 18 x 8 x 4 cm), so das der Einbau (Buchse und der kleine Step-Wandler) hier erfolgen kann, ohne das eigentliche Gehäuse des Radios aufschrauben zu müssen (und somit aktuell eines der wenigen Geräte, welche ich noch nicht geöffnet habe 😉 )

Step-Up und USB-C Buchse

Notwendige Bauteile:
1x Step-Up Modul (Bsp. Link), ca. 4 Euro
1x USB-C Einbau-Buchse (Bsp. Link), ca. 6 Euro (alternativ geht natürlich auch eine Micro-USB Buchse)
1x 5.5mm / 2.1mm Hohlstecker (Empfehlung: gewinkelt) (Bsp. Link), ca. 3 Euro

Prinzip:
Anstatt den Akku des Radios mit dem mitgeliefertem 9V Netzteil mit Hohlstecker aufzuladen, kommt die Ladespannung über die eingebaute USB-Buchse zum Radio. Die 5V von einem angeschlossenen USB-Ladegerät werden mittels Step-Up Wandler auf 9V angehoben und mit einem passenden Hohlstecker mit der original Ladebuchse des Radios verbunden, um so den Akku des Radios aufzuladen.
Kurz-Info zum „Step-Up-Wandler„:
Das ist (im Prinzip) nur eine kleine Schaltung, welche mittels einer Spule, einer Diode und einem Ladekondensator die Eingangsspannung (Gleichspannung!) anheben kann. Die Höhe der Ausgangsspannung ist einstellbar, technisch bedingt ist diese aber mindestens 1.5V höher als die angelegte Eingangsspannung. Ein geringer Energieverlust (in Form von Wärme) tritt auf, üblicherweise ca. 7%.



Verdrahtung:
Die USB Buchse (ich habe eine USB-C genutzt, aber natürlich kann auch eine Micro-USB verbaut werden) habe ich mittels Heißkleber in die auf der Rückseite des Radios befindliche schwenkbare Klappe des Radios montiert. Den notwendigen Ausschnitt (ca. 5mm x 10 mm) habe ich mit einem kleinem Dremel und einer Eisenfeile in den Kunststoff geschnitten.
Es gibt auch USB-Einbaubuchsen mit Verschraubung, dann entfällt natürlich das verkleben (sind aber meist teurer).
Die Spannungsversorgungsanschlüsse der USB (C oder Micro) -Buchse werden mit einem 2-adrigen Kabel einfach an Eingangsanschlüsse (V in) des Step-Wandler verbunden. Da die USB-Buche an der Klappe des Staufachs montiert ist (und somit „geknickt“ bzw. öfter bewegt wird), habe ich in diesem Bereich (USB-Buchse bis zum Step-Up Wandler (V in)) ein extra flexibles Silikonkabel genutzt.
An den Ausgang des Step-Wandlers (V out) kommt das ca. 20 cm lange Kabel zum Hohlstecker (innen Plus, außen Minus).
Das Kabel und den (kleinen) Step-Up Wandler habe ich im Staufach mit etwas Heißkleber befestigt, am rechten Ende im Staufach geht es dann nach „draußen“ und der an das Kabel angelötete Holstecker wird mit der original Ladebuchse verbunden.
Das rückseitige Staufach ist weiterhin fast ohne Einschränkung nutzbar.

Längsloch in der Klappe für USB-C Buchse
Kabelführung und montierte Buchse / Step-Up Wandler
Eingesteckter Hohlstecker (Ladestecker)



Dieses robuste und recht hochwertige Outdoorradio es bei verschiedenen Händlern und auch bei Amazon (Werbung).
Wir nutzen dieses Radio mittlerweile wirklich sehr häufig, sei es bei Gartenarbeiten, bei bastelarbeiten draussen am Wohnwagen oder in der Werkstatt.

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